CS2-Profis uneins über Anubis-Rückkehr – Train fliegt aus dem Active-Duty-Pool
Mit Beginn der neuen Saison in Counter-Strike 2 kommt es zu einer markanten Änderung im Active-Duty-Map-Pool. Anubis kehrt zurück, Train wird entfernt. Die Entscheidung sorgt in der Profiszene für geteilte Reaktionen. Viele hatten mit der Rückkehr von Cache gerechnet, das seit 2019 nicht mehr Teil des Pools ist.
Reaktionen aus der Profiszene
Anubis galt bereits vor seiner Entfernung als umstritten. Kritikpunkte betrafen vor allem die als einseitig empfundene Balance. Seitdem wurden jedoch Anpassungen an der CT-Ökonomie vorgenommen, was einige frühere Probleme abmildern könnte. Ob zusätzlich Änderungen am Layout vorgenommen wurden, ist bislang unklar. Valve äußerte sich dazu nicht konkret, auch nicht auf Nachfrage aus der Szene.
Mehrere Profis und Analysten bemängelten zudem den Zeitpunkt der Ankündigung. Nach dem Ende des StarLadder Budapest Major im Dezember hätte es aus ihrer Sicht ausreichend Zeit gegeben, den Wechsel früher zu kommunizieren. Der späte Zeitpunkt erschwert nun die Trainingsplanung vieler Teams.
Kritik an der Umstellung und Erwartungshaltung
Die Enttäuschung richtet sich nicht ausschließlich gegen Anubis selbst. Ein Teil der Kritik betrifft die kurze Phase, in der Train Teil des Active-Duty-Pools war. Einige Stimmen aus der Szene stellten infrage, ob der Karte genügend Zeit gegeben wurde, sich strategisch zu etablieren.
Bei den Fans überwog der Unmut darüber, dass Cache erneut außen vor bleibt. Die Karte zählt zu den beliebtesten Klassikern, und der Erwerb der Map-Rechte durch Valve hatte die Erwartung einer baldigen Rückkehr befeuert.
Teams mit Vorteilen durch Anubis
Sportlich betrachtet gibt es klare Gewinner der Änderung. Aurora gehörte vor der Entfernung zu den stärksten Teams auf Anubis. Das Comeback der Karte fällt zeitlich mit einer Phase zusammen, in der das Team nachließ.
Auch Team Vitality dürfte profitieren. Train hatte im Verlauf des Jahres an Wirkung verloren, während Anubis konstant zu den stärkeren Karten des Teams zählte. Besonders der Opener Shahar flameZ Shushan überzeugte dort mit einer hohen individuellen Performance.
Verlierer des Map-Wechsels
Auf der anderen Seite stehen Teams, die Train fest in ihr Repertoire integriert hatten. MOUZ zählte 2025 zu den stärksten Train-Teams und konnte damit regelmäßig Erfolge gegen direkte Konkurrenten erzielen.
Auch Natus Vincere verliert eine Karte, auf der zuletzt deutliche Fortschritte zu sehen waren. Ein prägendes Beispiel war der klare Sieg gegen FURIA in den Playoffs des Budapest Majors, der maßgeblich auf Train zustande kam.
Starttermin und Ausblick
Anubis wird am 19. Januar offiziell Teil des Active-Duty-Pools. Für viele Teams beginnt damit eine kurze Anpassungsphase zu Saisonbeginn. Wie stark sich die Änderung auf die Turnierergebnisse auswirkt, dürfte sich erst in den kommenden Wochen zeigen.
FAQ
Anubis.
Train.
Am 19. Januar.
Weil Cache erneut nicht berücksichtigt wurde.
Nein, Valve hat dazu keine Details genannt.
Aurora und Team Vitality.
MOUZ und Natus Vincere.
Die Ankündigung kam kurz vor Saisonstart und erschwert die Vorbereitung.