Fnatic trennt sich von Rainbow-Six-Kader und kündigt umfassenden Neustart an
Fnatic zieht Konsequenzen aus einem enttäuschenden Wettbewerbsjahr in Rainbow Six Siege X. Die britische Organisation hat bekannt gegeben, sich vollständig von ihrem aktuellen Kader zu trennen und vorerst eine Pause einzulegen, um die zukünftige Ausrichtung im Titel neu zu bewerten. Die Entscheidung folgt auf eine interne Analyse der Leistungen.
Komplette Trennung vom bisherigen Line-up
Im Zuge der Ankündigung bestätigte Fnatic, dass alle fünf Spieler den Verein verlassen. Betroffen sind Samuel „Wizard“ Morgan, Leonardo „Sarks“ Sarchi, Jesse „Jeggz“ Ojanen, Tom „Deapek“ Pieksma sowie Antonio „CroqSon“ Vázquez. Auch der bisherige Head Coach Tristan „Saethus“ Savage wird nicht weiter Teil des Projekts sein.
Mehrere Spieler machten im Anschluss öffentlich, dass sie sich aktiv nach neuen Organisationen umsehen. Coach Saethus erklärte, sein Fokus liege nun darauf, die Spieler beim Übergang zu neuen Teams zu unterstützen und ihnen eine sichere Zukunft im Wettbewerb zu ermöglichen.
Einschnitt für langjähriges Engagement
Die Entscheidung markiert einen deutlichen Einschnitt für Fnatic, das seit 2018 im kompetitiven Umfeld von Rainbow Six Siege X vertreten ist. Bereits 2023 hatte die Organisation ihr damaliges Line-up aufgelöst, bevor im März 2024 ein neuer Kader verpflichtet wurde.
Mit der erneuten Trennung setzt Fnatic seine Präsenz im Titel vorerst aus. In der Mitteilung hieß es, man wolle sich Zeit nehmen, um die nächsten Schritte sorgfältig zu prüfen.
Schwieriges Jahr trotz Partnerstatus
Sportlich verlief die Saison 2025 für Fnatic enttäuschend. Als Partnerteam im R6-Share-Programm nahm die Organisation an allen relevanten Wettbewerbsstrukturen teil, blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. In der Europe MENA League schied das Team bereits früh aus und gehörte in beiden Stages zu den schwächsten Teilnehmern.
Die Ergebnisse verhinderten die Qualifikation für mehrere internationale Großevents, darunter den Esports World Cup sowie den BLAST R6 Munich Major. Auch der Einzug in das Six Invitational blieb verwehrt.
Internationale Auftritte ohne nachhaltigen Erfolg
Trotz der sportlichen Rückschläge war Fnatic bei ausgewählten Events präsent. Als Partnerorganisation erhielt das Team eine Einladung zum RE:L0:AD-Turnier in Rio de Janeiro und gehörte dort zu den ersten Mannschaften, die das Siege-X-Update unter Wettkampfbedingungen spielten.
In den regionalen Qualifikationen für das Six Invitational belegte Fnatic jedoch lediglich die Plätze acht und fünf. Eine Teilnahme an den Last Chance Qualifiers ist ebenfalls nicht vorgesehen, womit alle Hoffnungen auf eine Weltmeisterschaftsteilnahme beendet sind.
Offene Zukunft im Rainbow-Six-Esport
Fnatic machte keine Angaben dazu, wann oder in welcher Form ein neues Line-up aufgebaut werden soll. Klar ist lediglich, dass die Organisation ihre bisherige Strategie überdenken will. Ob der Neustart erneut mit einem internationalen Kader erfolgt oder andere Wege eingeschlagen werden, bleibt offen.
Fest steht, dass Fnatic sich vorerst aus dem aktiven Wettbewerb von Rainbow Six Siege X zurückzieht und damit eines der etablierten Gesichter der Szene vorübergehend verschwindet.
FAQ
Die Organisation trennt sich von ihrem gesamten Rainbow-Six-Siege-X-Kader.
Wizard, Sarks, Jeggz, Deapek und CroqSon.
Nach einer internen Analyse der schwachen Ergebnisse.
Seit 2018.
Unter anderem den Esports World Cup, den BLAST R6 Munich Major und das Six Invitational.
Ja, über das R6-Share-Programm.
Die Organisation will sich zunächst Zeit für eine Neuausrichtung nehmen.
Nein, dazu wurden keine Details genannt.