IEM Kraków 2026 endet mit Vitality-Titel: Gewinner und Verlierer im Überblick

IEM Krakow 2026
Quelle: ESL

IEM Kraków 2026 ist durch und hat direkt zu Beginn der neuen CS2-Saison klare Signale gesendet. Team Vitality holte sich den Titel und bestätigte damit eindrucksvoll, warum die Mannschaft aktuell als Maßstab im Tier-1-Bereich gilt. ESL setzte beim ersten großen Turnier des Jahres auf 24 Teams, die über die Valve Regional Standings (VRS) aus dem Januar qualifiziert wurden.

Während Vitality in Kraków einfach weiter marschiert, gab es für andere Teams deutlich mehr Fragezeichen als Antworten. Einige nutzten das Turnier, um Momentum aufzubauen. Andere fielen genau dort wieder in alte Muster zurück, wo sie 2025 schon Probleme hatten.

Team Vitality gewinnt IEM Kraków 2026 und setzt seine Dominanz fort

Vitality spielte das Turnier wie eine Mannschaft, die nicht auf Formsuche ist, sondern auf Titeljagd. Durch Gruppenphase und Halbfinale ging es ohne Mapverlust, dazu mit einer Kontrolle, die in vielen Matches eher nach Trainingssession als nach Playoffs wirkte.

Im Finale war Mathieu „ZywOo“ Herbaut erneut der Spieler, der den Unterschied gemacht hat. Seine AWP-Impact-Runden kamen genau dann, wenn der Gegner kurz Luft holen wollte. Auch gegen FURIA, die zuletzt in den VRS weit vorne lag, fand Vitality konstant Lösungen.

Der Titel in Kraków ist Vitalitys zehnter Tier-1-Sieg in den vergangenen zwölf Monaten. Und das ist genau der Punkt: In Richtung IEM Cologne Major wirkt es aktuell so, als ob Vitality eher noch besser wird als schwächer.

Team Falcons scheitert erneut und verpasst nach schwankender Leistung die Playoffs

Falcons war eines der Teams, bei denen man vor dem Turnier erwartet hat, dass jetzt endlich der Durchbruch kommt. Nikola „NiKo“ Kovač hatte im Vorfeld große Ziele formuliert, doch auf dem Server sah es wieder nach einem Team aus, das in entscheidenden Momenten nicht sauber zusammenarbeitet.

Mehrfach gingen Runden verloren, in denen Falcons eigentlich schon die Kontrolle hatte. Besonders bitter: selbst klare Vorteile in Überzahl oder nach wichtigen Picks wurden zu oft verspielt. Das wirkt nicht wie ein mechanisches Problem, sondern wie ein Strukturproblem.

Nach der Niederlage gegen Aurora Gaming wurde der Weg direkt schwer. Über das Lower Bracket ging es noch weiter, aber gegen MOUZ war dann Schluss. Am Ende bleibt wieder das gleiche Fazit: Potenzial ist da, aber das Ergebnis passt nicht zu den Namen.

Aurora Gaming bestätigt den Aufwärtstrend und rückt näher an Tier 1 heran

Aurora hat in Kraków genau das gemacht, was man von einem Team erwartet, das den nächsten Schritt gehen will: wichtige Gegner geschlagen und sich nicht nur über „gute Maps“, sondern über ein solides Turnier hinweg bewiesen.

Schon im Play-In gab es starke Auftritte, danach folgten Siege gegen Team Falcons und MOUZ, die Aurora in die Playoffs brachten. Das allein ist bereits ein Statement, weil beide Teams in der Regel auf diesem Level nicht einfach zu knacken sind.

Im Viertelfinale gegen FURIA war dann Endstation. Trotzdem bleibt hängen: Aurora ist kein Außenseiter mehr, der nur mal kurz sticht. Das Team kann inzwischen auf Tier-1-Niveau mitspielen.

Parivision verliert nach starkem Saisonstart das Momentum

Parivision kam mit richtig Rückenwind nach Kraków. Der BLAST Bounty Season 1-Sieg hatte das Team bis auf Platz drei der VRS katapultiert. Genau deshalb war die Erwartung hoch, dass Parivision auch bei IEM Kraków mindestens Richtung Playoffs schielt.

Der Start war sogar ordentlich: Siege über HEROIC und Aurora im Play-In. Danach ging es in der Gruppenphase aber nicht mehr so rund. Die Niederlage gegen NAVI brachte Parivision ins Lower Bracket, und dort wurde es dann zäh.

Das Aus gegen Astralis nach einem 2:1 bedeutete am Ende nur Top 16. Für ein Team, das mit Major-Ambitionen unterwegs ist, ist das ein Dämpfer.

BC.Game sammelt mit s1mple Aufmerksamkeit und VRS-Punkte

BC.Game war eines der spannendsten Teams im Turnier, einfach weil Oleksandr „s1mple“ Kostyliev hier sein erstes Tier-1-Event seit dem BLAST.tv Austin Major spielte. Schon allein dadurch stand das Team mehr im Fokus als sonst.

Sportlich war es ein solides Turnier. Ein frühes Highlight war ein 1-gegen-4-Clutch von s1mple gegen Legacy. Nach einem 2:0 im Play-In und einem Sieg gegen Ninjas in Pyjamas ging es in die Gruppenphase.

Dort war Vitality eine Nummer zu groß. Danach beendete FaZe den Run. Trotzdem: Top 16 beim ersten großen Tier-1-Event ist für BC.Game ein Ergebnis, mit dem man arbeiten kann, vor allem im Hinblick auf VRS-Punkte.

Legacy erlebt Rückschlag und reagiert mit Kaderwechsel

Legacy war eines der Teams, das nach dem Austin Major viel Aufmerksamkeit bekommen hatte. Dort hatte man sogar Vitality schlagen können. In Kraków kam davon allerdings nichts mehr durch.

Gegen BC.Game ging das Auftaktmatch mit 0:2 verloren, danach folgte im Lower Bracket direkt das nächste 0:2 gegen FUT Esports. Damit war das Turnier nach zwei Serien beendet, ohne eine einzige Map.

Die Konsequenz ließ nicht lange auf sich warten: Lucas „lux“ Meneghini wurde auf die Bank gesetzt, Andrei „arT“ Piovezan rückte in den Kader. Legacy reagiert damit früh und versucht offensichtlich, den Kurs sofort zu korrigieren.

FAQ

Wer hat IEM Kraków 2026 gewonnen?

Team Vitality gewann das Turnier und holte den Titel.

Wie viele Teams nahmen teil?

24 Teams, eingeladen über die Valve Regional Standings (VRS) vom Januar.

Wie dominant war Vitality?

Vitality kam ohne Mapverlust durch Gruppenphase und Halbfinale und gewann auch das Finale.

Warum gilt Team Falcons als Verlierer?

Falcons verpasste erneut die Playoffs und wirkte in entscheidenden Situationen nicht abgestimmt.

Welche Überraschung lieferte Aurora Gaming?

Aurora schlug Team Falcons und MOUZ und erreichte die Playoffs.

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