LoL bringt große Änderungen für die Turnierszene – Streicht Preisgelder und führt „Erste Wahl“ ein

In einem neuen Blogpost hat Riot Games verschiedene Neuerungen für die kompetitive Szene angekündigt. Konkret ging es dabei um die Starttermine der verschiedenen Ligen, das „First Stand“-Turnier, Anpassungen an den Finanzen und die Einführung eines brandneuen Features: die „Erste Wahl“.
Die „erste Wahl“ wurde bereits im Vorfeld in China geleakt und nimmt den Teams, die bisher die Seitenwahl hatten, einen Vorteil weg. Denn sie müssen sich künftig festlegen, ob sie sich entweder für eine Seite – also blau oder rot – oder für die Championwahl – also bewusst als Erster oder als Zweiter zu picken – entscheiden. Das andere Team hat dann wiederum die Möglichkeit, eine Entscheidung zu treffen. Dieses System soll für mehr Fairness sorgen, weil die Statistiken gezeigt haben, dass die Wahl der blauen Seite einen spürbaren Vorteil bringt. Auf diesen muss man dann gegebenenfalls verzichten, wenn man lieber den ersten Champion wählen möchte.
Zudem wurde eine dritte Person für die Hall of Legends angeteasert. Wer es genau wird, wissen wir derzeit noch nicht, allerdings soll der dritte Eintrag in den kommenden Monaten bekannt gegeben werden.
Die Starttermine für LEC, LCS, LCK und Co.
Im Januar starten alle sechs großen Ligen in ihren Betrieb, jedoch nicht am gleichen Tag. Den Auftakt machen China und Korea, während Nordamerika die längste Pause hat:
- LCK – 14. Januar
- LPL – 14. Januar
- LCP – 16. Januar
- LEC – 17. Januar
- CBLOL – 17. Januar
- LCS – 24. Januar
Die Rückkehr des „First Stand“-Turniers
Das erste internationale Event wird das „First Stand“ sein. Das findet vom 16. bis 22. März statt. Hier spielen jeweils zwei Teams aus Korea und China sowie ein Team aus den anderen Regionen gegeneinander. In Europa kann sich die Mannschaft über das LEC Versus qualifizieren, das den ersten regulären Split ein wenig ersetzt.
Jede Begegnung ist ein Best of five-Match, um mehr dynamische Anpassung und mehr hochkarätige Momente zu bieten. Mit „Fearless Draft“ als maßgeblichem Einfluss darauf, wie sich die Teams im Verlauf eines Matches anpassen, sind zweifellos jede Menge Kreativität und Spannung sowie mehr Möglichkeiten für neue Strategien zu erwarten.
Das Event wird in São Paulo in Brasilien ausgetragen. Das MSI später findet dann in Daejeon in Korea und die Worlds im Herbst dann in Nordamerika statt. Europa geht dieses Jahr leer aus, was große internationale Events angeht.
Keine Preisgelder mehr für regionale Meistertitel
Eine Änderung gibt es aber noch, die vor allem für die Teams und weniger für die Zuschauer spannend ist. Denn Riot Games schafft die Preisgelder für die regionalen Ligen ab. Wer also das LEC Versus oder den Spring Split gewinnt, bekommt darüber kein zusätzliches Geld mehr. Das klingt auf den ersten Blick dramatisch, ist es aber nicht wirklich. Denn anders als in anderen Esport-Titeln, unterstützt Riot Games die Teams und Spielergehälter auch unabhängig von den Preisgeldern. Die obersten Ligen stehen deshalb auf sehr gesunden Füßen.
Die Summen dürften ohnehin nicht so ins Gewicht fallen. Wie Reddit-Nutzer herausgefunden haben, belaufen sich die Preisgelder für ein gesamtes Jahr auf 80.000 Euro Euro für die LEC und rund 300.000 Euro für die LCK. Darin enthalten sind alle drei Splits und Preisgelder für mehrere Platzierungen. Für einen einzelnen Spieler bleibt selbst im Idealfall nicht viel übrig. Diese Gelder sollen nun „sinnvoller in das Ökosystem der Ligen investiert werden“, wie es im Blogpost heißt.
Nicht davon betroffen sind übrigens die Preisgelder internationaler Turniere. So werden bei den Worlds weiterhin rund 4,5 Millionen Euro rausgehen und auch für das First Stand und das MSI gibt es eine finanzielle Belohnung.