Chris Greeley über Tier-2-Teams beim Esports World Cup
Am letzten Tag des League of Legends Turniers des Esports World Cup 2026 trafen sich Chris Greeley, Global Head von LoL Esports, und Fabian Scheuermann, Chief Games Officer der Esports Foundation, mit der Presse, um über die Partnerschaft zwischen Riot Games und der Esports World Cup Foundation zu sprechen. Ein zentrales Thema war die Einbindung von Tier-2-Teams und die Herausforderungen eines überfüllten Turnierkalenders.
Herausforderungen im Turnierkalender
Chris Greeley betonte die Notwendigkeit, mehr Wettbewerbschancen zu schaffen, ohne dass immer dieselben 16 Teams gegeneinander antreten. „Wir haben mit den EWC-Organisatoren Qualifikationsrunden eingeführt, um mehr Vielfalt zu ermöglichen.“ Dabei wurde der Roster nicht vollständig von MSI übernommen, was zu neuen Finalisten und Halbfinalisten führte. Die Belastung durch Reisen zwischen MSI und EWC wurde diskutiert, wobei Greeley darauf hinwies, dass Spieler und Teambesitzer über Erschöpfung klagen.
Diskussion über Fusion von MSI und EWC
Fabian Scheuermann erklärte, dass beide Turniere derzeit ihre eigenen Daseinsberechtigungen haben und einzigartige Geschichten schaffen. „Nur wenn eine Fusion mehr bietet als die Summe der Teile, macht sie Sinn. Derzeit sehen wir aber, dass beide Formate unterschiedliche Ziele verfolgen.“ Chris Greeley bestätigte, dass die Austragungsorte für MSI bereits bis 2028 feststehen, was eine Fusion in naher Zukunft unwahrscheinlich macht.
Tier-2-Teams und Qualifikationen
Die Einführung von Tier-2-Teams in das EWC wurde als Erfolg gewertet. Laut Scheuermann wurden parallele Wettbewerbe während der regionalen Splits geschaffen, um mehr Chancengleichheit zu bieten. „Wir sind zufrieden mit den Ergebnissen und wollen dieses Format weiterentwickeln.“ Die Möglichkeit, dass EWC mehr internationale Tier-2-Events organisiert, wird in Erwägung gezogen, um die Nachhaltigkeit und Attraktivität der Tier-2-Szene zu erhöhen.
Zukunftsperspektiven
Chris Greeley äußerte sich positiv über die dreijährige Partnerschaft mit EWC. Die Bereitschaft, innovative Formate und Qualifikationen zu testen, wird als wertvoll erachtet. „EWC bietet eine Plattform, um neue Ideen auszuprobieren, was für die Weiterentwicklung des Esports entscheidend ist.“ Die Erweiterung der Qualifikationsmöglichkeiten für Tier-2-Teams bleibt ein langfristiges Ziel.
Zukünftige Entwicklungen werden zeigen, wie sich die Einbindung von Tier-2-Teams und die Struktur von Esports-Wettbewerben weiterentwickeln. Die Balance zwischen regionalen und internationalen Turnieren bleibt ein zentrales Thema für die Verantwortlichen.
Häufig gestellte Fragen
Tier-2-Teams sind semi-professionelle Teams, die unterhalb der höchsten Wettkampfebene spielen. Sie dienen als Talentpool für die Top-Ligen.
Die Einbindung von Tier-2-Teams fördert die Entwicklung neuer Talente und erhöht die Wettbewerbsvielfalt in Esports-Turnieren.
Herausforderungen umfassen die Logistik von Turnieren, Reisekosten und die Sicherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen für alle Teams.