Nordamerika schlägt überraschend Europa in der großen LoL Rivality Challenge

Mit der neuen Season startete in League of Legends auch eine neue Rivality Challenge. Dabei traten jeweils 24 Streamer aus Europa und Nordamerika gegeneinander an und sie hatten Zeit bis zum 27. Januar Zeit, um die meisten League Punkte (LP) zu sammeln. Die Gewinner-Region konnte dabei ein Preisgeld von 19.400 Euro bekommen, während bei den Verlierern nur der Erstplatzierte mit 1.000 Euro nach Hause ging.
Den meisten Streamern ging es dabei aber wohl weniger um das Geld als viel mehr um den Kampf EU gegen NA. Statistisch ist EU West einer der weltweit stärksten SoloQ-Server. Er liegt, je nach Ausgangslage der Daten, sogar vor Korea. Amerika hingegen ist deutlich schwächer unterwegs. Doch genau das könnte auch ein Vorteil für die Challenge gewesen sein.
Der Abstand zwischen beiden Regionen ist gering
Inzwischen ist das Event vorüber und Europa konnte insgesamt 29.360 LP sammeln. Das ist ein starker Wert, der jedoch von Amerika leicht überboten wird. Hier kamen 32.840 LP zusammen. Vor allem zwei Spieler stechen hier hervor:
- John “Cupic” Lowe erreichte eine starke Winrate von 66 % und holte alleine 2.289 LP. Er sicherte sich damit den ersten Platz und damit ein Preisgeld von 3.000 Euro.
- Viper (nicht zu verwechseln mit dem koreanischen AD Carry) holte sich den zweiten Platz mit 2.228 LP und einer Winrate von 62 %.
Erst auf dem dritten Platz folgte der erste EU-Spieler mit Mike “Phantasm” Thiele, der auf 2.091 LP kam. Er holte eine starke Winrate von ebenfalls 62 %, spielte aber im gleichen Zeitraum 118 Runden weniger als Viper. Die Top 10 werden dann von NA dominiert, denn neben Phantasm hat es nur Raider aus Europa in das Ranking geschafft.
Europäische Spieler zockten insgesamt einfach weniger
Etwas enttäuschend waren die Ergebnisse von Augurin, der nur den 13. Platz belegte, und von NoWay, der mit Platz 36 sogar den Challenger-Rang im Rahmen der Rivaltys verpasste. Er kam nur auf eine Winrate von 54 % und spielte zudem weniger als 200 Matches.
Der ehemalige Profi Jankos spielte zudem nur 109 Runden, Elite500 nur 76 und auch TheBaus, eigentlich bekannt als SoloQ-Gott, kam nur auf 67 Matches. Zum Vergleich: Viper spielte satte 314 Runden in LoL.
Die Gründe dafür fallen sehr unterschiedlich aus. NoWay etwa verbrachte noch relativ viel Zeit in World of Warcraft, um am Sauercrowd-Event von Metashi, Papaplatte und HandOfBlood teilzunehmen. TheBaus hingegen darf mit Los Ratones gerade am LEC Versus teilnehmen und wird sich entsprechend auf sein Team und das Turnier konzentriert haben. Dort holten sie jüngst ihre ersten beiden Siege.
Über 70.000 gleichzeitige Zuschauer auf Twitch
Dass man aber nicht zwingend viele Spiele benötigt, zeigt der Spieler NattyNatt. Der nahm nur an 113 Runden teil, steht aber dank einer starken Winrate bei 1.455 LP und damit auf Platz 16. Der letzte Platz geht übrigens an Geranimo aus Nordamerika, der 156 Siege und 155 Niederlagen einfuhr und damit nur gerade so Master und 16 LP erreichte. Aber auch er nahm somit an mehr als 300 Matches teil.
Laut den offiziellen Statistiken schauten übrigens 70.797 Menschen gleichzeitig den Streamern der Challenge auf Twitch zu, und das zum Auftakt am 8. Januar.