Die neue Saison 2026 in LoL ist gestartet, doch die neue Länge der Matches bringt manchen ins Schwitzen

LoL Zaheen

Am 7. Januar ist die neue Saison in League of Legends gestartet. Diese brachte verdammt viele Änderungen, darunter neue Quests für die verschiedenen Rollen wie Bot- oder Toplaner, neue Items und viele Anpassungen an den Türmen. Zudem wurde Atakhan wieder aus dem Spiel genommen, dafür erscheint der Baron nun wieder bei Minute 20.

Doch einige dieser Änderungen haben dazu geführt, dass die Matches jetzt viel schneller ablaufen. Oft steht der Sieger schon nach rund 20 Minuten fest. Dieses erhöhte Tempo kann nicht jeder mitgehen und entsprechend gibt es Kritik. Doch einige feiern diese schnellen Runden auch.

Frühere Vasallen sind Fluch und Segen zugleich

Eine große Neuerung in puncto Tempo ist der frühere Spawn der Vasallen auf jeder Lane. Fand dieser früher nach 65 Sekunden statt, wurde die Zeit nun auf 30 Sekunden reduziert. Auch die Kreaturen im Jungle erscheinen schneller. Das sorgt dafür, dass Leute im Ladescreen nicht mehr so entspannt AFK gehen können, weil sie von Sekunde eins an sofort da sein müssen. Auch Invades in den gegnerischen Dschungel sind nun schwerer umzusetzen.

Im Reddit lobt der Nutzer SureYouCan_ diese Änderung als die beste der ganzen Season. Andere wiederum fühlen sich dadurch sehr gehetzt. Insgesamt schneller wird alles auch durch die Änderungen an Heimwacht. Spieler laufen nun viel schneller aus der Basis zurück auf die Lane. Dadurch kann man häufiger recallen, schneller einkaufen und es fehlt etwas an takischer Tiefe.

Taktische Tiefe wird von einigen auch in Bezug auf die Rollenquests vermisst. Diese würden die Spieler zu sehr in die Lane zwingen, was Ganks – etwa von der Midlane in die Toplane – schwerer macht. Viel dramatischer sind aber die Änderungen an den Türmen.

Schnelles pushen auf die Türme bringt massive Vorteile

Eine weitere große Änderung wurde an den Türmen vorgenommen. Diese lassen sich nun durch Überwucherung schneller zerstören und zudem bringen auch die T2- und T3-Türme dank neuer Platten mehr Gold. Ein gewinnender Toplaner kann so seine ganze Lane durchpushen und sich so einen massiven Vorteil auch für spätere Teamkämpfe erspielen. 

Auch einige gestandene Profis und Streamer wie NoWay4u haben Probleme mit der neuen Meta. NoWay startete ewa mit 0:8 in seine Placement-Matches. Das sei das „schlechteste Ergebnis in 16 Jahren League“, stellte er ernüchtert fest. Wobei er selbst auch seiner Spielzeit beim WoW Hardcore-Event eine Mitschuld gibt.

Im Reddit erklärte der Nutzer Greitot, dass sich durch das hohe Tempo die Spiele viel belangloser anfühlen sollen. Er mochte es, dass man sich über eine lange Zeit hochfarmen und dann nochmal ein Comeback erleben konnte. Das sei jetzt nicht mehr so leicht möglich. Er habe eher das Gefühl, einen neuen Modus als Ranked zu spielen. Der Thread bekam mit über 1.818 Upvotes viel Zuspruch. 

Allerdings gab es in den Kommentaren auch Spieler, die die kurzen Matches sehr genießen, weil sie eben nicht jedes Mal 50 Minuten oder mehr für eine Runde einplanen müssen. Das Feedback fällt also insgesamt eher geteilt aus. Es wird spannend zu beobachten, wie Riot Games mit kommenden Updates an das Finetuning geht oder ob nochmal größere Anpassungen folgen.

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