Trackmania fährt allein beim Esports World Cup 2026

Ubisoft Nadeo Trackmania

Der Esports World Cup 2026 macht eine klare Ansage. Racing bleibt Teil des Programms, aber nur noch in einer Form. Trackmania ist das einzige Rennspiel im Line-up. Kein Simracing, kein technisches Wettrüsten, kein zweiter Slot für Experimente. Damit positioniert sich der Esports World Cup bewusst und trennt den Arcade Wettbewerb von Simulation.

Die Entscheidung ist nicht beiläufig. Trackmania kommt mit einem festen Setup. 32 Spieler:innen, ein Preisgeld von 500.000 US-Dollar und ein offener Qualifier direkt aus dem Spiel heraus. Der Weg nach Riyadh beginnt nicht über geschlossene Ligen oder Partnerteams, sondern über das In-Game-System. Details dazu sollen Ende Januar folgen, zeitgleich mit einem Trackmania-Update.

Deal mit Ubisoft Nadeo

Hinter der Aufnahme steht ein mehrjähriger Vertrag zwischen der Esports World Cup Foundation und Ubisoft Nadeo. Damit bindet sich der Veranstalter langfristig an eine Marke, die seit zwei Jahrzehnten im Wettbewerbskontext präsent ist. Trackmania war bereits bei der Electronic Sports World Cup Serie von 2006 bis 2015 Teil des Programms und hat sich dort als zuschauerfreundliches Zeitfahrformat etabliert.

Fabian Scheuermann, Chief Games Officer der Esports World Cup Foundation, betont genau diesen Punkt. Gleiches Auto, gleiche Strecke, kein Zufall. Leistung entsteht aus Präzision, Streckenkenntnis und Nervenstärke. Der Veranstalter will diese Qualitäten inszenieren und die sonst schwer sichtbaren Zeitdifferenzen und Ghost Runs verständlicher machen.

Kein Platz mehr für RENNSPORT

Mit Trackmania fällt eine andere Disziplin weg. RENNSPORT ist 2026 nicht mehr dabei. Seit 2024 war der Titel Teil des Esports World Cup, nun verschwindet Simracing komplett aus dem Turnierkalender. Die Quelle nennt keine Gründe für diesen Schritt. Offen bleibt, ob dies eine strategische Entscheidung gegen Simulation oder eine Einzelfallentscheidung zugunsten von Trackmania ist.

Fakt ist: Trackmania steht allein. Es gibt keinen zweiten Racing-Titel, keine Genrevielfalt innerhalb des Motorsports. Wer beim Esports World Cup fahren will, fährt Arcade.


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Qualifikation direkt aus dem Spiel

Der Qualifier setzt auf Offenheit. Spieler können sich direkt im Spiel für das Event qualifizieren. Das senkt Einstiegshürden und passt zum Selbstverständnis von Trackmania als Wettkampf ohne technische Vorteile. Wie viele Plätze über den Qualifier vergeben werden, bleibt offen. Auch der genaue Modus ist noch nicht bekannt und soll Ende Januar veröffentlicht werden.

Klar ist nur der Rahmen. 32 Teilnehmende treten beim World Cup an. Der Preisgeldtopf von 500.000 US-Dollar platziert das Turnier im oberen Bereich vergleichbarer Trackmania Events.

Trackmania als historischer Esport Titel

Trackmania bringt Historie mit. Über Jahre war das Spiel fester Bestandteil internationaler Events. Zuletzt endete die Trackmania World Tour Saison 2025 mit einem Sieg von Solary. Der Esports World Cup knüpft daran an und hebt das Spiel auf eine neue Bühne.

Mit der Aufnahme als finaler Titel ist das Line-up für 2026 komplett. 24 Spiele, von Ego-Shootern über MOBAs bis hin zu Fighting Games und nun einem einzigen Racing-Titel.

Ausblick auf 2026

Der Esports World Cup setzt ein Signal. Racing ist willkommen, aber nur in einer klar definierten Form. Trackmania übernimmt diese Rolle exklusiv. Ob das ein Modell für die Zukunft ist oder eine einmalige Entscheidung, bleibt offen. Antworten darauf wird erst der Wettbewerb selbst liefern.

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