UK plant Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige ab 2027
Die britische Regierung hat angekündigt, ab Januar 2027 ein Verbot von Social Media für Personen unter 16 Jahren einzuführen. Diese Entscheidung folgt dem Vorbild Australiens und ist Teil des Manifests der Labour-Partei zur Sicherheit von Kindern im Internet. Betroffen sind Plattformen wie X, Facebook, Instagram und TikTok, während Instant-Messaging-Dienste wie WhatsApp unberührt bleiben. Die Maßnahme zielt darauf ab, Kinder vor „user-to-user“-Inhalten zu schützen, was auch Livestreaming umfasst und somit direkte Auswirkungen auf Gaming und Esports haben könnte.
Auswirkungen auf Gaming und Esports
Der Beschluss könnte Plattformen wie Twitch betreffen, da Livestreams unter die definierten „user-to-user“-Inhalte fallen. Wie genau dies die Gaming-Branche beeinflussen wird, ist bislang unklar. Eine weitere Informationsveröffentlichung zur Regelung ist für Juli geplant, die möglicherweise mehr Klarheit über die Auswirkungen auf die Gaming- und Livestreaming-Industrie bringen wird. Plattformen wie Facebook Live und TikTok Livestreams werden ebenfalls unter die Regelung fallen, was darauf hindeutet, dass Twitch ebenfalls betroffen sein könnte.
Reaktionen der Branche
Die UKIE, die größte Handelsorganisation der britischen Spieleindustrie, hat auf die Ankündigung reagiert. Nick Poole, CEO von UKIE, kommentierte: „Die Videospielindustrie teilt das Engagement der Regierung, junge Menschen online sicher zu halten. Wir begrüßen die Anerkennung in der heutigen Ankündigung, dass Spiele sich von Social Media unterscheiden.“ UKIE hat angeboten, als technischer Partner der Regierung zu fungieren, um geeignete regulatorische Rahmenbedingungen für Spiele zu schaffen.
Zukunftsaussichten
Es besteht die Möglichkeit, dass das Verbot das Wachstum der Esports-Szene in Großbritannien beeinflussen könnte. Beispielsweise könnten Spiele, die eine PEGI 12-Bewertung haben, wie League of Legends, von Livestreaming-Beschränkungen betroffen sein, was bedeutet, dass unter 16-Jährige möglicherweise keine Spielanleitungen oder -videos mehr sehen können. Auch die Übertragungen von Esports-Events könnten eingeschränkt werden, was negative Folgen für die Nachwuchsförderung in Großbritannien haben könnte. Branchenverbände wie das UK Esports Advisory Committee und die British Esports Association werden voraussichtlich ihre Meinungen zu den spezifischen Auswirkungen äußern. Weitere Details werden in künftigen Regierungsankündigungen erwartet.
Häufig gestellte Fragen
Das Verbot betrifft Plattformen wie X, Facebook, Instagram und TikTok, während Instant-Messaging-Dienste wie WhatsApp nicht betroffen sind.
Das Verbot könnte das Wachstum der Esports-Szene einschränken, indem es Jugendlichen den Zugang zu Livestreams und Spielanleitungen verwehrt.
Eine weitere Informationsveröffentlichung zur Regelung ist für Juli geplant, die mehr Klarheit über die Auswirkungen auf die Gaming-Industrie bringen soll.