Valorant setzt künftig auf ein 1v1 statt eines Münzwurfs bei der VTC

Für die Saison 2026 hat Riot Games eine wichtige Regeländerung für die Valorant Champions Tour (VTC) angekündigt, die sogenannte Skirmish Side Selection. In Matches, in denen kein Team automatisch aufgrund von Platzierungen bevorzugt wird, soll künftig nicht mehr ein Münzwurf entscheiden, welches Team sich zuerst die Karten und Seiten aussuchen darf.
Stattdessen wird auf ein neues Eins-gegen-eins-Duell gesetzt. Dies soll für mehr Unterhaltung und mehr Wettbewerbsfähigkeit sorgen. Die Regeländerung betrifft alle vier großen Regionen EMEA, China, Amerika und Pacific. Ozeanien als Region gibt es ja seit diesem Jahr nicht mehr.
Ausgewählte Spieler duellieren sich für die Kartenwahl
Das Prinzip ist dabei recht einfach erklärt. Zu Beginn eines Matches darf jedes Team einen Spieler benennen, der sie in dem Skirmish vertritt. Ingame treten die beiden Kontrahenten dann gegeneinander an und der, der den jeweils anderen fünfmal bezwingt, holt die Kartenwahl für sein Team. Dabei sind jedoch nur grundlegende Mechaniken, aber keine Hilfsmittel oder Fähigkeiten erlaubt.
Auf Twitter erklärte Leo Faria, der Global Head of Valorant Esports, dass das Format in allen Ligen als unterhaltsamer Ersatz zum Münzwurf getestet wird. Zudem fragte er nach Feedback und warf die Idee in den Raum, die Coaches ebenfalls gegeneinander antreten zu lassen.
Neuer Turniermodus zum Saisonstart
Die Saison 2026 beginnt mit dem Kickoff, wobei zum ersten Mal auf ein Triple-Elimination-Format gesetzt wird. Das Teilnehmerfeld wird dabei in Upper Bracket, Middle Bracket und Lower Bracket aufgeteilt. Einige Teams starten zudem direkt mit einem Startplatz in der Runde 2 des Upper Brackets.
Spannend an dem Konzept ist, dass jedes Bracket ein eigenes Finale erzeugt. Es gibt keine Möglichkeit als Sieger wieder in ein höheres aufzusteigen. Nur ein perfekter Run im Upper Bracket bringt den Turniersieg. Der Verlierer des Finals darf dann direkt im Finale des Middle Brackets antreten. Der Gewinner des Middle Brackets ist dann der Zweitplatzierte, während der Verlierer wiederum direkt ins Finale des Lower Brackets einzieht und noch die Chance hat, den dritten Platz zu erreichen.
In Europa läuft das Turnier vom 20. Januar bis zum 15. Februar. Die Top 3 einer jeden Region qualifizieren sich dann für die Masters Santiago, die in Chile ab dem 28. Februar stattfinden. Das ist neu, denn von nun an können sich 12 anstelle von 8 Teams für die Masters qualifizieren.
Zwei Masters, sechs Challenger-Ligen und die Valorant Champions
Was die generelle Saison dieses Jahr angeht, so soll es zwei Masters geben, wobei das letzte Event im Juni stattfindet. Das große Highlight sind natürlich die Valorant Champions, die Weltmeisterschaft, die im Herbst stattfinden wird. Zudem gibt es im November noch die VALORANT Game Changers, ein neues Turnier speziell für Frauen und weitere Geschlechter in der Minderheit.
Wer sich für die Masters qualifizieren will, kann zudem über das Challengers-Turnier gehen. Hier gibt es aus Sicht der EMEA-Region gleich sechs verschiedene Ligen:
- Die DACH-Region – also Deutschland, Österreich und die Schweiz
- N/E-Europa – mit Großbritannien, Skandinavien und osteuropäischen Ländern wie Polen
- Spain – mit Spanien und Portugal und einigen weiteren südeuropäischen Ländern
- France – mit Frankreich und den Benelux-Ländern
- Istanbul – für die türkischen Spieler
- Middle East – mit allen Teams aus Afrika und Ländern wie Saudi-Arabien, Israel und Katar