Valorant: Ex-T1- und Talon-Spieler „ban“ wegen Matchfixing für ein Jahr gesperrt
Riot Games hat den koreanischen Valorant-Profi Seungmin „ban“ Oh vorübergehend von allen offiziellen Wettbewerben ausgeschlossen. Nachdem eine interne Untersuchung abgeschlossen wurde, erhielt der ehemalige Spieler von T1 und Talon eine Sperre von zwölf Monaten, weil er gegen die Richtlinien zur Spielintegrität im VCT Pacific verstoßen hat.
Alle von Riot sanktionierten Turniere sind von dieser Entscheidung betroffen, die sofort in Kraft ist. Damit ist ban im nächsten Jahr nicht mehr Teil der kompetitiven Valorant-Szene.
Übertretung des Verhaltenskodexes
Ein Match im VCT Pacific 2025 zwischen Global Esports und Team Secret, am 19. Juli war der Auslöser. Riot Games hat festgestellt, dass die Aktion von ban gegen Artikel 4.14 des Global Code of Conduct verstoßen hat. Dieser legt fest, wie man mit Angeboten oder Gesprächen über Spielmanipulation umgeht.
Wie Riot angibt, hatte ban Kontakt zu Leuten, die ihm eine Manipulation des Matches vorgeschlagen hatten. Es wird berichtet, dass es auch Gespräche über finanzielle Aspekte gegeben haben soll. Wichtig für die Bewertung war nicht, ob es wirklich zu einer Manipulation kam.
Absicht laut Riot nicht ausschlaggebend
Im Verfahren machte Ban deutlich, dass es nicht seine Absicht war, das Spiel absichtlich zu beeinflussen oder schwächer zu spielen. Riot machte jedoch deutlich, dass es nach den aktuellen Regeln einen Verstoß darstellt, wenn man solche Vorschläge bereits berücksichtigt. Es ist nicht notwendig, dass es eine Umsetzung gibt oder dass man eine Leistungsmanipulation nachweisen kann.
Die separate Leistungsanalyse des betreffenden Matches lieferte keine klaren Beweise für ein absichtliches Underperformance-Verhalten.
Prüfung durch externen Dienstleister
Die Ermittlungen starteten am 27. August 2025, nachdem Riot Online-Beiträge entdeckt hatte, die angebliche Chat-Screenshots zum Thema Matchfixing im VCT Pacific zeigten. Sportradar wurde als unabhängiger Partner für die Untersuchung beauftragt.
Die Analyse, die Interviews mit den beteiligten Personen und Zeugenaussagen umfasste, wurde am 18. November 2025 abgeschlossen. Obwohl die Screenshots nicht zweifelsfrei verifiziert werden konnten, deuteten alle Aussagen und Beweise insgesamt darauf hin, dass eine Beteiligung an matchbezogenen Gesprächen stattgefunden hat.
Maßnahmen und Auflagen
Das Verfahren der Disziplinarüberprüfung wurde am 3. Dezember 2025 offiziell gestartet. Ban reichte eine schriftliche Stellungnahme ein und hatte den Vorfall zuvor eigenständig seinem Team gemeldet. Riot betrachtete dieses Verhalten als einen mildernden Umstand.
Trotz allem wurde eine zwölfmonatige Sperre verhängt. Vor einer möglichen Rückkehr muss ban außerdem ein anerkanntes Integritäts- und Ethik-Training absolvieren. Riot unterstrich, dass das Urteil endgültig sei, behält sich jedoch eine erneute Prüfung vor, falls neue, relevante Beweise auftauchen.
FAQ
Ein koreanischer Valorant-Profi, der unter anderem für T1, Talon und Global Esports aktiv war.
Aufgrund eines Verstoßes gegen den Verhaltenskodex in Bezug auf Gespräche über Matchfixing.
Ein Jahr ab jetzt.
Nein, es konnte keine absichtliche Manipulation nachgewiesen werden.
Gespräche oder das Eingehen auf Vorschläge werden bereits als Regelverstoß angesehen.
Der externe Dienstleister Sportradar, beauftragt von Riot Games.
Ja, ban informierte sein Team eigenständig über den Vorfall.
Ja, nach Ablauf der Sperre und nachdem ein Integritäts-Training abgeschlossen wurde.