Patch 12.01: VCT Fokus und Sicherheitskurs bei VALORANT

Riot Games VALORANT

Patch 12.01 für VALORANT ist kein Patch für große Schlagzeilen im Gameplay, keine neue Map, kein neuer Agent, keine Meta Verschiebung. Riot Games rückt durch den aktuellen Patch zwei Themen in den Fokus, die für die kompetitive Szene seit Jahren relevant sind: Sichtbarkeit des Esports im Client und die Kontrolle über Competitive Zugänge.

Der Esports Hub kehrt zurück

Mit Patch 12.01 ist der Esports Hub wieder direkt im Spiel verfügbar. Zum Start der VCT Saison 2026 läuft das Feature pünktlich zu den Kickoff Events wieder an. Spieler:innen können im Client Teams, Events und Tabellenstände verfolgen, ohne externe Plattformen zu nutzen.

Neu ist der stärkere erzählerische Fokus auf den sogenannten Path to Champions. Der Hub stellt Teams und ihre Reise durch die International League Kickoffs dar. Damit rückt Riot die eigene Esports Struktur sichtbarer an die breite Spielerschaft heran. Der Client wird erneut zur Schaufensterfläche für die VCT, nicht nur für Hardliner, sondern für alle, die Competitive spielen.

Konkrete Angaben zu zusätzlichen Interaktionsfunktionen oder Belohnungen im Esports Hub nennt Riot in diesem Patch nicht. 

MFA Pflicht wird Realität in der EU

Deutlich härter greift Riot beim Thema Account Sicherheit durch. Wie bereits mit Patch 12.00 angekündigt, ist Multi-Faktor-Authentifizierung über Riot Mobile nun verpflichtend für zwei Gruppen in der EU. Betroffen sind alle Accounts, bei denen Account Sharing festgestellt wurde, sowie alle Spieler:innen ab Rang Ascendant aufwärts.

Ohne aktivierte MFA ist der Zugang zum Competitive Modus gesperrt. In der Region APAC (Asien und Pazifik) soll diese Regelung mit Patch 12.03 folgen. Riot begründet den Schritt mit dem Kampf gegen Smurfing. Account Sharing verstößt bereits gegen die Nutzungsbedingungen. Durch MFA soll diese Praxis technisch erschwert werden.

Messbare Ziele oder Zeiträume, in denen Riot einen Rückgang von Smurfing erwartet, nennt der Publisher nicht. Klar ist nur: Der Zugang zur kompetitiven Spitze wird stärker kontrolliert.


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Bugfix Patch mit breiter Streuung

Abseits der strukturellen Änderungen liefert Patch 12.01 vor allem Bugfixes. Sehr viele Agents erhalten Korrekturen, darunter Harbor, Fade, Gekko, Viper, Phoenix und Yoru. Die Fixes betreffen fehlerhafte Anzeigen, VFX Probleme, falsches Targeting und seltene, aber spielrelevante Sonderfälle.

Auch der zeitlich begrenzte Modus All Random One Site wurde überarbeitet. Ein Exploit, bei dem Agents mit dauerhaften Ultimates beim Tod Ultimate Orbs fallen ließen, ist behoben. Zusätzlich wurden UI Probleme, Soundfehler und Loadout Resets gefixt.

Auf Systemebene korrigiert Riot einen Bug, bei dem Bullet Tracer nach Wandschüssen teilweise nicht angezeigt wurden. Premier auf PC erhält kleinere Fixes bei Team Tags und langen Teamnamen.

Ein Patch mit klarer Priorität

Patch 12.01 zeigt, wo Riot Anfang 2026 die Schwerpunkte setzt. Esports wird im Client sichtbarer gemacht, Competitive Zugänge werden stärker reguliert, während das eigentliche Gameplay stabilisiert wird. Große Design-Entscheidungen bleiben aus.

VCT Präsenz im Spiel und strengere Regeln im Ranked sind keine Nebenbaustellen mehr, sondern Teil der langfristigen Ausrichtung. Wie stark sich das auf Smurfing und Spielerbindung auswirkt, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen. 

Den vollständigen Update-Bericht könnt ihr euch hier ansehen. 

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