Riot verrät, dass sie die Rekordsumme von über 100 Millionen Dollar an Profis in Valorant ausgeschüttet haben

Die kompetitive Saison in Valorant ist für das Jahr 2025 vorüber und die Firma Riot Games zieht ein Fazit. Und das fällt sehr gut aus. So wurden im Rahmen der Valorant Champions Tour (VTC) mehr als 100 Millionen US-Dollar an die Teams ausgeschüttet. Das ist ein historischer Meilenstein für den Shooter und überbietet das Vorjahr deutlich. 2024 gingen nämlich nur 78,4 Millionen Dollar an die Mannschaften.
Der Höhepunkt des Jahres waren die Champions, die in Paris stattfanden und in denen NRG zum Weltmeister gekürt wurde. Doch auch die Masters in Bangkok und Toronto zählten zu den meistgesehenen Events in der VTC. Das meistgesehene Team des Jahres war in Valorant übrigens Fnatic, und das, obwohl sie gar keinen großen Titel gewinnen konnten.
„Wir haben unglaublichen Wettkampf, unvergessliche Geschichten und ein rekordverdächtiges Engagement von Spielern und Fans weltweit erlebt. Unsere Community trägt weiterhin zur Weiterentwicklung dieses Sports bei, und ihre Leidenschaft beflügelt eines der gesündesten und nachhaltigsten Ökosysteme im E-Sport“, erklärte Leo Faria, Global Head of VALORANT Esports.
Der meiste Umsatz entstand durch Mikrotransaktionen
Doch wie kamen diese 100 Millionen zustande? Ein großer Teil, nämlich 86 Millionen Dollar, entstammt dem Verkauf digitaler Güter, also Team-Skins, Champion Collections oder Season Capsules. Das war ein deutlicher Anstieg, denn im Vorjahr wurden dort nur 44,3 Millionen Dollar generiert. Weitere Gelder kamen durch Sponsoren oder Riot Games selbst.
Der große Erfolg ist also auf die Fans von Valorant und die Zuschauer der Turniere zurückzuführen. Das zeigt sich auch in den Statistiken. So nahmen mehr als zwei Millionen Spieler an den Pick’Ems teil, eine Art Tippspiel für die Zuschauer. Darüber ließen sich Ingame-Belohnungen verdienen. Was die Zuschauerzahlen angeht, so schauten beim Valorant Champions etwas weniger zu als noch 2022. Da kam das Turnier im Peak auf 1,50 Millionen Zuschauer, dieses Jahr waren es „nur“ 1,47 Millionen. Dafür schafften es die Masters in Bangkok und in Toronto beide in die Top 8 aller Events und ließen unter anderem die Champions 2021 und 2023 hinter sich. Über die Turniere verteilt wurde also noch nie so viel zugeschaut wie in diesem Jahr (via Esports Charts).
Viele Turniere 2026, aber keine Liga mehr in Ozeanien
Was das kommende Jahr angeht, so startet die Saison für Valorant-Fans im Januar mit dem Kickoff, in dem jede Region unter sich spielt. Hier gibt es Turniere in Europa, Amerika, der Pazifikregion und in China. Die Gewinner dürfen dann am ersten Valorant Masters Ende Februar teilnehmen.
Für Juni ist dann das zweite Master geplant, ehe im September und Oktober die Valorant Champions stattfinden. Zudem gibt es regelmäßig Challenger-Events, über die man sich noch für die Masters qualifizieren kann, und im November die VALORANT Game Changers, ein neues Turnier speziell für Frauen und weitere Geschlechter in der Minderheit.
Die etwas traurige Nachricht ist jedoch, dass die Liga für Spieler aus Ozeanien, also Australien, Neuseeland, Papua-Neuguinea und einige weitere Inselstaaten, eingestellt wird. Die Einstellung der Challengers-Liga begründet Riot Games damit, dass sie kein langfristiges Wachstum und wenig Interesse von Zuschauern generieren konnte. Allerdings soll es weiterhin Möglichkeiten über die Challengers geben, damit Teams sich aus dieser Region für größere Events qualifizieren können.