Kanadischer LoL-Profi verpasst die Teilnahme an der LCS wegen Visa-Problemen mit den USA

Zamundo LoL
Der LoL-Spieler Zamundo – Bild via Riot Games.

Der kanadische LoL-Profi und Toplaner Frankie “Zamudo” Lin steht bereits seit Juli 2025 beim Team LYON unter Vertrag. Dort sollte er eigentlich dabei helfen, Titel zu holen und sich für internationale Wettbewerbe zu qualifizieren. Doch den Summer Split verpasste der Spieler aufgrund von Visa-Problemen. Das Team hielt und hält weiterhin große Stücke auf ihn und hoffte auf Besserung im neuen Jahr.

Doch auch dieses Mal gibt es wieder Hürden, wie die Webseite Sheep Esports berichtet. Anscheinend verpasst Zamundo so auch den zweiten Split in der höchsten amerikanischen Spielklasse, und erneut soll das Visum ein Problem sein.

Zamundo habe keine „internationale Bekanntheit“

In der ersten Begründung für das fehlende Visum 2025 erklärte man dem Team, dass der Kanadier nicht über ausreichende internationale Anerkennung verfüge. Deshalb verwehrte man ihm die Berechtigung in den USA zu spielen. So trat Zamundo zuerst in der amerikanischen College-Liga und später als Leihgabe für Isurus in der zweiten südamerikanischen Liga an. In Südamerika gab es anscheinend keine Visa-Probleme.

Im neuen Jahr wollte LYON dann die Spitze angreifen und verpflichtete dafür unter anderem den Jungler Kacper „Inspired“ Słoma und soll ihm zudem einen richtig hoch dotierten Vertrag angeboten haben, mit dem FlyQuest und andere Organisationen wohl nicht mithalten konnten. auch der Midlaner Kang „Saint“ Sung-in und der Botlaner im „Berserker“ Min-cheol machen einen sehr vielversprechenden Eindruck. Doch diese Euphorie wird nun natürlich gebremst.

Dhokla soll erneut ein Team retten

Als kurzfristigen Ersatz für Zamundo verpflichtete das Team nun den indischen Spieler Niship „Dhokla“ Doshi. Der darf nun mit der Mannschaft trainieren und soll die Toplane beackern, bis das eigentliche Teammitglied endlich das Land betreten darf. Dhokla kennt die Rolle als Last-Minute-Transfer nur zu gut.

Schon letztes Jahr wechselte er kurzfristig zu 100 Thieves und sollte dort eigentlich als Coach agieren. Doch dann übernahm er den Platz von Rayan „Sniper“ Shoura und führte das Team damit sogar zu den Worlds, wo sie jedoch relativ früh ausschieden. Im Anschluss fand Dhokla erst einmal keine neue Mannschaft, kehrt nun jedoch für LYON zurück auf die Bühne der LCS.

Amerika startet mit ihrem Lock-In-Turnier als letzte Region in die Saison

Seinen ersten Auftritt für die neue Mannschaft wird Dhokla am kommenden Samstag haben. Denn am 24. Januar startet das LCS 2026 Lock-In. Dabei handelt es sich um das erste Turnier der amerikanischen Liga in dieser Saison und der Gewinner qualifiziert sich für das erste internationale Event, dem First Stand.

Die Teams treten hier im Swiss-Style gegeneinander an und die sechs besten Mannschaften ziehen dann in die Playoffs ein. In der ersten Runde wird dabei im Best of three, später in den Playoffs im Best of five gespielt.Die Amerikaner starten damit übrigens als Letzte in die reguläre Saison, die in Korea bereits am vergangenen Mittwoch und in Europa am Wochenende begonnen hatte. Gerade in der LEC gab es schon direkt an den ersten beiden Spieltagen dicke Überraschungen.

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